Aikido was ist das

Aikido – Was ist das?

Aikido was ist das

Aikido ist eine defensive Kampfkunst. Wettkampf, Siegen und Verlieren spielen dabei keine Rolle. Im Mittelpunkt steht das Annehmen eines Angriffs und das Umwandeln der dahintersteckenden Kraft. Nicht die strategisch günstige Verletzung des Gegners ist das Ziel, sondern den aggressiven Impuls unter Kontrolle zu bringen und ihn in eine für beide Seiten gesunde Bewegung zu verwandeln.

Kurz: Im Aikido üben Angreifer, wie sie ihren Angriff unbeschadet überstehen. Verteidiger zeigen den Weg.

"Aggression zu kontrollieren ohne Verletzungen zuzufügen, das ist der friedvolle Weg."

Ueshiba Morihei, Gründer des Aikido, The Art of Peace von Ueshiba Morihei

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Was trainierst Du,
wenn Du Aikido machst?

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Kernthema unserer Aikido-Klassen ist, Angriffe aufzunehmen und zu führen. Dabei hilft ein Set von traditionellen Bewegungsformen. Jede dieser Formen vermittelt Möglichkeiten, das Gleichgewicht des Angreifenden zu stören und die aggressive Energie in eine gemeinsame Bewegung zu überführen. Die Ausführung dieser Techniken, Timing, Abstand und Körperkoordination sind genauso wichtig wie das sichere Fallen und Aufstehen.

Oft sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen. Um die nötige Präzision zu entwickeln, hilft Üben: Trainieren mit unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern, das Wechseln der Geschwindigkeit sowie der Umgang mit den traditionellen Aikido-Waffen: Bokken (Holzschwert), Jo (Holzstock), Tanto (Holzmesser).

"Actually if someone can relax confronted with an enemy, he or she has solved eighty per cent of the conflict. "

Koichi Tohei, Co-ordination of  Mind and Body, 1961 (p. 156)

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Aikido – Was hast Du davon?

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Bewegung

Aikido bringt den ganzen Körper in Bewegung und verbindet Koordination, Beweglichkeit und Kraft. Mit den typischerweise fließenden Bewegungen entwickelst Du einen ausdauernden, starken Körper.

Gesundheit

Aufrechte Haltung, stabiles Gleichgewicht und ein differenziertes Körpergefühl werden mit jeder Übung geschult. So wächst Deine Fähigkeit, den eigenen Körper bewusster und ökonomischer einzusetzen. Du verbesserst Deine Kondition und stärkst insbesondere Dein Körperzentrum.

Energie

Kein Training ist wie das andere: Partner, Angriffe und Situationen wechseln ständig. Wir üben langsam für die Details und schnell, um unsere Grenzen auszuloten. Diese Dynamik fordert Dich heraus, wach zu bleiben und Deine Technik immer weiter zu schärfen.

Gemeinschaft

Aikido ist Team-Kunst: Fortschritt entsteht im direkten Austausch mit unterschiedlichen Menschen. Statt nebeneinander an Geräten zu arbeiten, bewegen und lernen wir gemeinsam.

Konzentration

Im Training zählt der Augenblick. Die Dynamik der Bewegung und das jeweilige Gegenüber verlangen volle Aufmerksamkeit. Der Alltag tritt in den Hintergrund, der Kopf wird frei. Was hilft: unverschwurbelte Präsenz. Im Idealfall werden Wahrnehmen, Entscheiden und Handeln eins.

Persönliche Entwicklung

Aikido braucht Geduld: Nicht alles gelingt sofort, Fortschritt lässt sich nicht erzwingen. Aus kontinuierlichem Üben entsteht Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Gelassenheit, die Du Dir damit erarbeitest, schafft Raum für einen konstruktiven Umgang mit Druck und Widerstand.

Aikido-Einstieg

Aikido – Wie kannst Du bei uns einsteigen?

Aikido-Einstieg

In der Regel trainieren bei uns Neulinge wie Erfahrene, Alte, Junge, Dicke, Dünne, Langsame, Schnelle usw. zusammen. Deine Trainingsintensität bestimmst Du zusammen mit Partner oder Partnerin. Unsere Ältesten sind jenseits der 70, die Jüngsten 6 3/4.

Grundlagenstunden

Weil sich manche Neulinge unter Fortgeschrittenen unwohl fühlen, haben wir Grundlagenstunden eingerichtet. Hier stehen die weniger komplexen Bewegungsformen und das verletzungsfreie Fallen im Mittelpunkt. Schon hier kannst Du erleben, wie sich zerstörerische Energie aufnehmen, leiten und formen lässt. Auch der Umgang mit den typischen Aikido-Waffen gehört dazu.

Wichtig: Einsteigen kannst Du bei uns jederzeit. Nutze dafür unsere kostenlosen Probestunden.

Unsere allgemeinen Aikido-Trainings

Unsere übrigen Aikido-Stunden verfeinern die grundlegenden Techniken und gehen verstärkt auf Themen wie Timing, Atmung, Abstand, Technik-Verkettungen (Henka- und Kaeshi-/Renzuku-Waza), das Ausführen der Techniken im Stehen und am Boden, innere Bewegung und geistige Haltung sowie freieres Arbeiten ein. Außerdem vertiefen wir dort die Handhabung der traditionellen Waffen (Bokken, Jo, Tanto).

Den Überblick über alle unsere regulären Stunden findest Du hier: Trainingszeiten.

Kosten und Formsachen

Du weißt schon, dass Du mitmachen willst? Prima! Hier findest Du unsere Preisliste und unsere Trainingsvereinbarung.

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kinder

Aikido für Kinder und Jugendliche

kinder

Wir nutzen die körperlichen, sozialen und ethischen Erfahrungen, die sich beim Üben von Kampfkünsten machen lassen, um junge Menschen beim Erwachsenwerden zu begleiten. Kurz: Wir stellen Kämpfen auf den Kopf.

Bei uns gibt es weder Wettkämpfe noch Gewinner oder Verlierer. Angreifer üben, wie sie ihren Angriff unbeschadet überstehen, Verteidiger zeigen dafür den Weg. Kinder und Jugendliche lernen, gesund zu fallen, ihre Kraft zu dosieren und auch unter Druck aufmerksam und handlungsfähig zu bleiben. Anfangen können Kinder bei uns ab 6 ¾.

Träger unseres Kinder- und Jugendtrainings ist der gemeinnützige KenBuKai München e.V., der dafür die Räumlichkeiten des KenBuKai-Dojos nutzt.

Schaut euch unser Kindertraining jederzeit aus der Nähe an. Gern können Eltern während der Stunde zugucken. Hier findet ihr unsere regulären Trainingszeiten. Und so könnt ihr das Dojo nicht verfehlen.

"Stärke bedeutet für uns, aufrecht zu bleiben, die eigene Kraft kontrollieren zu können und Verantwortung zu übernehmen – auch in angespannten Situationen."

waffen

Aikido – Waffen

waffen

Wir arbeiten mit den traditionellen Aikido-Waffen Bokken (Holzschwert), Jo (Holzstock) und Tanto (Holzmesser). Viele Elemente der waffenlosen Techniken lassen sich auf Waffen-bewährte Bewegungsformen zurückführen. Kraft- und Schnittlinien, Schrittfolgen und der Einsatz der Hüfte lassen damit wie unter einem Vergrößerungsglas verdeutlichen.

"Du solltest Deiner Waffe nicht im Weg stehen."

Unbekannt. Zitiert nach Michael Ibers, 7. Dan Aikido.

"Die Klinge ist ein Lehrer: Sie zeigt dir jede Unachtsamkeit."

Yagyū Munenori (1571–1646)

Entwaffnen oder Werfen mit dem Jo stehen offiziell auf dem Aikikai-Prüfungsprogramm. Ganze Formen (Kata) tun es nicht … können aber bannig Spaß machen.

Sansho II – Jo-Kata – KenBuKai Dojo München

Jo – San Ju Ichi (31) – 2018

Aiki-bodyworks

Aiki-Bodywork

Aiki-bodyworks

Aiki-Bodywork ist ein Ganzkörpertraining auf Aikido-Basis. Es übernimmt dessen Bewegungsprinzipien, löst sie aber aus der Frage, ob einzelne Techniken in einer realen Kampfsituation „funktionieren“. Im Mittelpunkt steht stattdessen ein Workout zu zweit: mobilisieren, kräftigen, dehnen, Gleichgewicht verlieren und wiederfinden, führen, folgen und dabei Herz-Kreislauf fordern.

Ausgangspunkt bleibt das Kampfsetting. Die entstehenden Bewegungen sind nicht beliebig: Druck, Zug, Griff, Schlag, Ausweichen und Destabilisieren geben ihnen Richtung und Sinn. Finale Würfe oder Festlegetechniken sind jedoch nicht das Ziel. Die entstehenden Bewegungen werden weitergeführt, miteinander verbunden. Resultat ist Dehnung und Kräftigung des gesamten Körpers – und das Gefühl, mit dem Gegenüber im Flow zu sein.

So entsteht Partnerarbeit, die in mancher Hinsicht an Standardtanzformen erinnert. Allein, die Musik fehlt und die Rollenlogik ist verkehrt: Eine Seite setzt den Impuls, die andere überführt ihn in eine gemeinsame Bewegung. Führen und Folgen können jederzeit wechseln.

Aiki-Bodywork ist Ganzkörpertraining in Verbindung mit Partner oder Partnerin. Aus einem Formenrepertoire wird schrittweise eine freie, gemeinsame Bewegung, die zugleich körperlich fordert und die Wahrnehmung für das Gegenüber verfeinert.

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Unsere Lehrenden

lehrende

Übersicht über die Leute im KenBuKai-Dojo, die vorne stehen. Alle Aikido-Lehrenden bei uns haben viele Jahre Trainingserfahrung und eine Dan-Graduierung nach den Richtlinien des Honbu Dojo in Tokyo, heute Sitz der Aikikai Foundation, Aikikai Tokyo.

Dojo-Leitung

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Michael Ibers

Shihan, 7. Dan Aikido, 5. Dan Iaido

Volker - Aikido-Porträt - 2020 - Ausschnitt

Volker Joksch

5. Dan Aikido

Lehrende mit festem Platz im Stundenplan

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Dr. Andreas Hendrich

Shihan, 7. Dan Aikido

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Eva Berninger

3. Dan Aikido

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Annette Fulda

5. Dan Aikido

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Alex Fouquet

1. Dan Aikido

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Hasan Kirmizikaya

3. Dan Aikido

Weitere, im KenBukai-Dojo aktive Lehrende

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Klaus Hagedorn

Shihan, 7. Dan Aikido

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Sulamith Bade

4. Dan Aikido

Peter Hopfinger

Peter Hopfinger

2. Dan Aikido

Fragen-und-Antworten

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Fragen-und-Antworten

Was passiert in einer typischen Aikido-Stunde?

Kurzes Ankommen, Aufwärmen, Fallschule, Techniktraining, Cool-down und kurze Abschlussmeditation. Was bei uns definitiv nicht dazu gehört ist Angst, Konkurrenz- und Leistungsdruck.

Um die Aikido-Techniken – Angriffe, Hebel, Würfe – zu trainieren, arbeiten wir auf der Matte in der Regel zu zweit oder dritt. In der Praxis bedeutet das: Trainer oder Trainerin führen eine Technik vor, die Teilnehmenden finden sich paarweise oder in Dreier-Gruppen zusammen und Arbeiten an Bewegungsdetails. – Das Ziel: Das Gegenüber so leicht und widerstandslos zu bewegen wie möglich. Das Gefühl, wenn’s klappt: Unbezahlbar.

Muss ich sportlich oder beweglich sein?

Spagat, Body Mass Index oder Marathon-Qualitäten spielen bei uns eine völlig untergeordnete Rolle. Wenn Du bei uns auf die Matte kommst, solltest Du grundsätzlich sport-gesund sein. Alles andere ergibt sich. Deine Trainingsintensität bestimmst Du zusammen mit Partner oder Partnerin. Mit Aikido stärkst Du speziell Rumpfmuskulatur, Kondition und Flexibilität – ganz gleich, wo Du startest.

Kann ich im KenBuKai-Dojo ohne Vorkenntnisse ins Aikido-Training einsteigen?

Jederzeit. Wenn Du noch wenig bis gar keine Aikido-Erfahrung hast, empfiehlt sich der Einstieg in eine unserer Grundlagenstunden. Hier findest Du den Überblick über unsere Stunden.

Gib uns per Kontaktformular kurz Bescheid, wann Du kommen willst oder nutze die Möglichkeit, bei uns ein kostenloses Probetraining zu machen (es können auch zwei, drei sein).

Trainieren Frauen und Männer gemeinsam?

Ja. – In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle erfahren die Schüchternen dabei, wie stark sie eigentlich sind. Dagegen lernen die kraftschwangeren Raufbolde, dass sie für Schwächere Verantwortung übernehmen müssen und dass die reine Muskelkraft in vielen Situationen nur wenig bringt.

Generell gilt: Üben mit einem Gegenüber birgt immer die Möglichkeit, zu scheitern. Deshalb wiederholen wir Techniken unter Anleitung immer wieder.

Du suchst eine spezielle Frauenklasse? Sprich uns drauf an: E-MailKontaktformular oder 0176 728 85 278.

Ist Aikido körperlich anstrengend?

Aikido hat auch etwas mit Sport zu tun. Zu Boden gehen, Kugeln und wieder aufstehen kann anstrengend sein. Das Schöne: Zusammen mit Partner oder Partnerin bestimmst Du Deine Trainingsintensität selbst. Und Du kannst jederzeit eine Pause einlegen.

Solltest Du umgekehrt das Gefühl haben, Du brauchst mehr, dann kannst Du’s im Training auch richtig krachen lassen … oder viele Stunden besuchen; wir bieten ja einige an. Hier die Übersicht.

Wie viel Körperkontakt gibt es im Aikido-Training?

Je nach Entwicklungsstand kann der Körperkontakt im Aikido sehr intensiv sein.

Für den Anfang lässt er sich mit der Intensität vergleichen, wie er bei Standardtanzstilen üblich ist. Der wichtigste Unterschied zum Tanz ist dabei vielleicht, dass wir die jeweiligen Partner oder Partnerinnen mit Hilfe der Technik aus der Balance und zu Boden bringen wollen.

Ein richtiggehendes Gerangel, bei dem es ums Kräftemesse im Stehen oder am Boden geht, ist bei uns weder Ziel noch gehört es zu unseren Übungsformen.

Was brauche ich für das erste Training?

Ein langärmeliges Sweatshirt und eine lange Trainingshose empfiehlt sich. Wenn Du einen alten Judo- oder Karateanzug hast, nutze den gern. Der Rest ergibt sich auf der Matte. – Hier kannst Du ein kostenloses Probetraining bei uns vereinbaren.

Alte Hasen wissen, was sie brauchen, und können einfach so jederzeit bei unseren Trainings mitmachen. Aus versicherungstechnischen Gründen ist es gut, wenn Du zu Deiner ersten Stunde dieses Formblatt ausgefüllt mitbringst. Vielen Dank.

Gibt es spezielle Stunden für Anfänger und Anfängerinnen?

Ja. Weil sich manche Neulinge unter Fortgeschrittenen unwohl fühlen, haben wir Grundlagenstunden eingerichtet. Schau Dir unseren Trainingsplan und komm‘ gerne vorbei. Gib uns per Kontaktformular kurz Bescheid, wann Du kommen willst oder nutze die Möglichkeit, bei uns ein kostenloses Probetraining zu machen (es können auch zwei, drei sein). Hier findest Du ein Formblatt, dass Du zu Deiner ersten Stunde bei uns mitbringen solltest (versicherungstechnische Gründe).

Aikido und Prüfungen?

Als Mitglied des KenBuKai eV, ein vom Aikido-Weltverband, der Aikikai Foundation, anerkannter Aikido-Verband, veranstalten wir regelmäßig Prüfungslehrgänge. Die dort abgelegten Prüfungen sind international anerkannt.

Hier findet ihr die Prüfungsordnung des Aikikai Hombu-Dojos, an der wir uns orientieren.

Aikido-Jugend und Prüfungen?

Unserer Aikido-Kinder führen ein kleines Heftchen. Hier notieren wir die gelernten Techniken und ordnen ein, wie die einzelne Stunde gelaufen ist. Und wir machen Prüfungen. Sie markiert ein Ziel und dokumentiert den individuellen Lernfortschritt. Hier findest Du die Prüfungsordnung für unsere Aikido-Jugend.

Muss ich Japanisch können, um am Aikido-Training teilzunehmen?

Sicher nicht. Einige japanische Begrifflichkeiten tauchen im Training immer wieder auf. Sie prägen sich quasi automatisch über die Zeit ein.

Wer es genauer wissen will, kann sich an dieser Liste orientieren.